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Bindehautentzündung – mehr als nur gerötete Augen

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Tränende oder ständig entzündete Augen, rote Bindehäute, Juckreiz. Wenn Hunde sich vermehrt am Auge oder im Gesicht kratzen steckt oft mehr dahinter als einfach nur ein bisschen Kribbeln. Spätestens, wenn sich vermehrt Tränenflüssigkeit auf den Weg ins Fell macht sollte der Besitzer aufmerksam werden.

Hat leider oft Probleme mit den Augen: Der Basset
Hat leider oft Probleme mit den Augen: Der Basset

Hat mein Hund tränende Augen?

Erkennen kann man Tränenfluss vor allem an den Spuren im Fell. Dabei muss die Umgebung des Auges nicht unbedingt feucht oder nass sein, denn die Flüssigkeit trocknet dank der Verteilung auf die am Auge angrenzenden Haare und der damit verbundenen vergrößerten Oberfläche meist schnell ab. Zurück bleibt eine kleine Spur des Elends, die man vor allem bei hellen Fellfarben an ihrer rosa bis bräunlichen Farbe gut erkennen kann.

Bindehautentzündung? Wie erkennt man sie am besten?


Sind die Bindehäute, also die Haut im Auge, die direkt an der Sklera (das „Weiße“ im Auge) angrenzt deutlich gerötet könnte es sich um eine Bindehautentzündung handeln. Auch von dieser im Volksmund geläufigen Krankheit gibt es mehrere Formen und nicht jede kann zuhause einfach mit frei verkäuflichen Augentropfen aus der Apotheke behandelt werden. Im Falle einer Bindehautentzündung sollte man daher unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Hat die Entzündung ihre Ursache in Bakterien, die sich im Auge vermehren, kann das unbehandelte Tier im Extremfall sogar erblinden. Also besser den Tierarzt einen kurzen Blick werfen lassen. Im Zweifelsfall hilft das Anlegen einer sogenannten „Kultur“, den entsprechenden Keim zu finden (oder auch auszuschließen).

Kultur? Was hat Kunst mit meinem Hund zu tun?

Unter Kultur versteht man das kultivieren einer Bakterienkolonie auf entsprechenden Nährböden. Dabei wird ein Abstrich aus dem Auge des Hundes entnommen. Das tut nicht weh, keine Sorge, man tupft nur kurz mit einem Wattestäbchen auf die Bindehaut. Diese Probe wird auf besagtem Nährmedium ausgestrichen und dann 24 oder besser 48 Stunden in einem speziellen Brutschrank bei für die Bakterien kuscheliger Temperatur bebrütet. Liegt ein Keimbefall vor, so bilden sich in dieser Zeit die Kulturen als sichtbare Flecken oder sogar Rasen aus. Jetzt ist klar, dass die Bindehautentzündung bakterielle Ursachen hat. Der Tierarzt kann die Bakterien nun mit einem Breitbandantibiotikum in Form von Augentropfen oder, bei schweren Fällen zusätzlich mit Tabletten, bekämpfen.

Es wird trotz Antibiose nicht besser!

Auch das gibt es: Sie tropfen und tropfen brav mehrmals täglich ins Auge Ihres Hundes und dennoch tritt keine Besserung ein. In diesem Fall könnte die auslösende Bakterienart bereits Resistenzen besitzen. Doch keine Panik, auch jetzt kann der Tierarzt helfen: Auf Basis einer wie oben beschriebenen Kultur, der sogenannten „Mischkultur“ (Misch- deshalb, weil sich darin alle Keime vermehren, die das Auge so zu bieten hat und nicht nur ein bestimmter) kann eine „Reinkultur“ hergestellt werden. Dabei entnimmt man der Mischkultur wiederum eine Probe, die nochmals ausgestrichen und kultiviert wird.

Bakterienkulturen
Bakterienkulturen ohne Antibiogramm
Manchmal kann man an der Form der Kultur schon den Keim ablesen

An dieser Stelle macht eine Besondere Reinkultur Sinn, das „Antibiogramm“. Dabei wird die Kultur nicht nur auf einem Medium ausgestrichen, sondern es werden kleine Plättchen mit verschiedenen Antibiotika auf der Kultur angebracht. 48 Stunden später kann man an der Umgebung der Antibiotikum-Plättchen einfach ablesen, welches am besten wirkt: auf der Kultur befindet sich an dieser Stelle kein Bakterienrasen, sondern eine leere, meist kreisrunde Stelle.

Jetzt hat der Tierarzt (die meisten Tierärzte machen diese Kulturen übrigens nicht selbst, sondern schicken die Proben an ein spezielles Labor und erhalten einen Laborbericht mit dem Ergebnis) die genaue „Anleitung“ zur Hand, welches Bakterium im Auge des Hundes es zu bekämpfen gilt.

Mit dem passenden Medikament zum Ziel

Resistente Bakterien sind eine fiese Sache, man kennt sie aus den Medien auch als „Krankenhauskeim“. Dabei sind nicht immer die gleichen Keime gemeint, so gut wie jedes Bakterium kann Resistenzen ausbilden. Manche sind sogar in der Lage, die Information, wie man sich vor einem Antibiotikum schützt, von einer anderen Art zu übernehmen. Dank Antibiogramm können jedoch – zumindest im Moment noch – die meisten K

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